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Onleihe

Mit der Onleihe leihen Sie E-Medien von zu Hause oder von unterwegs aus. Über Ihren PC, Ihr Tablet oder Smartphone stehen Ihnen die neuesten E-Books, E-Papers und E-Magazines, Hörbücher und Musik zur Verfügung.

Mit Ihrer Ausweisnummer und Ihrem Passwort (TT.MM.JJJJ) unserer Stadtbibliothek loggen Sie sich ein und los geht´s! Sie haben verschiedene Möglichkeiten die Onleihe zu nutzen:

Onleihe App

Die Onleihe-App finden Sie für Ihr IOS-Gerät im App-Store oder für Ihr Android-Gerät im Google-Play-Store. Laden Sie sich die App kostenlos auf Ihr Endgerät herunter. Dann loggen Sie sich ein und können E-Books, Hörbücher, Musik oder Zeitschriften ausleihen.

Hilfe zur Nutzung der App finden Sie hier

E-Book-Reader

Mit dem E-Book-Reader lesen Sie ausschließlich E-Books. Sie brauchen hierfür eine Adobe-ID beziehungsweise einen Care-Code. Wenn Sie WLAN haben, rufen Sie im Webbrowser Ihres E-Book-Readers die Website der Onleihe auf und loggen sich ein.

Jetzt können Sie Medien ausleihen. Aber aufgepasst! Nicht alle E-Book-Reader sind mit der Onleihe kompatibel. Das betrifft leider auch den verbreiteten Amazon-Kindle.

Hilfe zur Nutzung der Onleihe mit einem E-Book-Reader finden Sie hier

Eine Liste kompatibler E-Book-Reader finden Sie hier

Onleihe-Reader

Über den Onleihe-Reader lesen Sie E-Books und Zeitschriften direkt über Ihren Webbrowser am Computer. Dazu rufen Sie Ihr Konto auf. Nach der Ausleihe eines Mediums erscheint der Button "Jetzt lesen". In einem neuen Browser-Fenster sehen Sie nun den Onleihe-Reader. Die Menüfunktionen sind ähnlich wie bei der App und dem E-Book-Reader. An einem öffentlichen Internet-Computer sollten sie die Browser-Daten nach dem Lesen löschen.

Hilfe zur Nutzung der Web-Onleihe (Onleihe:Reader) finden Sie hier.

Ihr Konto zur Nutzung der Web-Onleihe finden Sie hier.


Kontakt Onleihe:

Verena Mayer

Tel.: 0214 406 4208

E-Mail

Erklärvideo "Digitaler Engel"
#fairlesen #fairleihe #fairreden

Mit der Kampagne „Fair Lesen“, die am Wochenende gestartet wurde, unterstellen Autor*innen und Verleger*innen den Öffentlichen Bibliotheken, dass diese mit dem Verleih von E-Books den E-Buch-Markt zerstören und dadurch Kreativität sowie freie Meinungsäußerung massiv beeinträchtigen würden. Zugleich wird vor einer politischen Zwangslizensierung gewarnt, durch die E-Books „zum Nulltarif“ angeboten würden.

Aus Sicht des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) beruht der Appell der Autor*innen und Verleger*innen auf Falsch- und Fehlinformationen.

  • Für jedes E-Book, das eine Bibliothek verleihen möchte, muss sie eine Lizenz erwerben. Zum Schutz des Buchmarktes gilt wie bei gedruckten Büchern: „eine Kopie, ein Ausleiher“. Das stellt sicher, dass ein E-Book zeitgleich nur von einer einzigen Person gelesen werden kann. Alle anderen Nutzer*innen können sich auf eine Warteliste setzen lassen.
  • Bei einer üblichen Ausleihfrist von zwei bis drei Wochen kann ein E-Book daher höchstens 18- bis 26-mal im Jahr ausgeliehen werden.
  • Bibliotheken zahlen für die Lizenzen deutlich mehr als private Käufer*innen, da in den Lizenzen das Recht zum Verleih mitbezahlt wird.
  • Die Lizenzen, die Bibliotheken erwerben, sind zeitlich befristet, auch um die Abnutzung von Büchern zu simulieren.
  • Die Ausleihe von E-Books ist strikt begrenzt auf Bibliothekskund*innen mit einem Bibliotheksausweis, den sie nur in der Bibliothek ihrer eigenen Kommune erwerben können. Dies stellt sicher, dass die Nutzer*innen nur in ihrer jeweiligen Kommune E-Books leihen können.
  • 7,4 Mio. Menschen in Deutschland besitzen einen Leseausweis für eine Öffentliche Bibliothek. Das sind, da es einen Ausweis erst ab sechs Jahren gibt, ca. 10 % der Bevölkerung. Jährliche Ausleihen belaufen sich auf insgesamt ca. 340 Mio. Bücher und Medien aller Art (Quelle: Deutsche Bibliotheksstatistik).
  • 1,9 Mio. Menschen liehen sich in 2018 E-Books in Öffentlichen Bibliotheken aus. (Quelle: GfK-Studie zur Onleihe im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V., 2019).
  • Über 3,6 Mio. Menschen, die laut den Zahlen des Börsenvereins im Jahr 2018 E-Books gekauft haben, stehen damit 1,9 Mio. Entleihende gegenüber. (Quelle: GfK-Studie zur Onleihe, 2019).
  • 43 % der Bevölkerung sind Buchkäufer*innen, der Umsatz der E-Book-Downloads am Publikumsmarkt stieg im letzten Jahr um 16,2 %. Der Umsatz bei E-Book Einzelkäufen ist von 204 Mio. auf 238 Mio. im Jahr 2020 gestiegen.
  • Die Zahl der kommerziellen Flatrate-Angebote für E-Books und Hörbücher verzeichnete mit 28,4 Prozent ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 08.07.2021)
  • Die Gfk-Studie zur Onleihe zeigt, dass Entleihende diejenigen sind, die am häufigsten E-Books kaufen. (Quelle: GfK-Studie zur Onleihe, 2019).

Bibliotheken, deren Kernaufgabe es ist, Lesefreude zu wecken und Lesekompetenz zu fördern, nutzen dafür zeitgemäße Wege, bei denen auch digitale Medien eingesetzt werden. Sie reagieren darauf, dass 16 % der 15- Jährigen in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben können und 6,2 Mio. Erwachsene Probleme haben, Texte zu entschlüsseln.

Bereits seit 2012 setzt sich der Deutsche Bibliotheksverband dafür ein, dass die Ausleihe von E-Books gesetzlich geregelt wird. Der Bundesrat hat kürzlich dazu einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorgelegt, den die Autor*innen vehement ablehnen. Aber nur auf dieser gesetzlichen Grundlage lassen sich überhaupt die notwendigen „angemessenen Bedingungen“ für den E-Book Verleih zwischen Autor*innen, Verlagen und Bibliotheken verhandeln, denn das Bundeskartellamt hat kürzlich erneut bestätigt: Über Lizenzbedingungen für den digitalen Verleih dürfen keine Rahmenvereinbarungen zwischen dem Bibliotheksverband und dem Börsenverein ausgehandelt werden.

Das Gesetz soll zum einen Bibliotheken ermöglichen, E-Book-Lizenzen auch für Neuerscheinungen käuflich zu erwerben; zum anderen die Autor*innen fair zu vergüten.

Zu der Kampagne „Fair Lesen“ äußert Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des dbv: „‚Fair Lesen‘ vermittelt den definitiv unzutreffenden Eindruck, dass die Öffentlichen Bibliotheken allein für Autorenvergütung und Marktentwicklung von E-Books verantwortlich sind. Jahr für Jahr verausgaben Öffentliche Bibliotheken über 110 Millionen Euro für den Kauf von Medien, um allen Bürger*innen ihrer Kommunen - unabhängig von deren finanziellen Möglichkeiten - Zugang zu E-Books zu bieten; dies betrifft selbstverständlich auch die aktuellen E-Books. Die Versorgung mit Informationen und Literatur gehört zum Auftrag der Öffentlichen Bibliotheken. Durch das Zurückhalten des Verkaufs aktueller E-Book-Veröffentlichungen (Windowing) - von teilweise bis zu einem Jahr - werden die Infrastrukturen zur Literaturversorgung der Bürger*innen regelrecht ausgetrocknet. Die Bereitstellung aktueller E-Books in Bibliotheken ist dann komplett abhängig von Marktentwicklungsprognosen der Autor*innen und Verlage. Die damit absehbar einhergehende Spaltung in informierte und nicht informierte Mitglieder unserer Gesellschaft kann niemand akzeptieren oder wollen.“

Da Autor*innen, Bibliotheken und Verlage bisher keinen Weg gefunden haben, um zu einer Lösung ihrer Interessenkonflikte zu kommen, plädiert der dbv dafür, dass die Gespräche und Verhandlungen zu einer Lösung dringend fortgesetzt werden müssen. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Lösung eines Pflichtangebots aktuell erscheinender E-Books zu angemessenen Bedingungen bietet aus Sicht des dbv einen diskussionswürdigen Ansatz.

(Pressemitteilung des Deutschen Bibliotheksverbandes vom 18.10.2021)


Infos und Äußerungen zur Onleihe und den Verhandlungen:

Blog "Technik, Kultur und Katzencontent"

Süddeutsche Zeitung: Lies an einem anderen Tag

 

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